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Kapselendoskopie
- Dünndarm
Durch
Schlucken einer Videokapsel kann der bislang verborgene mittlere Teil des
Verdauungstrakt, der Dünndarm, endlich komplett eingesehen werden. Auch der
Magen und der Dickdarm werden aufgenommen, allerdings übertrifft hier die
herkömliche Endoskopie die Qualität bei weitem, so dass diese Untersuchungen
Ihren Stellenwert in der Diagnostik (übrigens auch im Vergleich zur sog.
"virtuellen Endoskopie", d.h. Darmuntersuchung im CT oder MRT) des
Verdauungstraktes behält.

Wer
kommt zur Untersuchung des Dünndarms mit der Videokapsel in Betracht?
Alle
Patienten, bei denen der Verdacht auf eine Erkrankung des Dünndarms besteht.
Insbesondere
bei:
- unklare Blutungsquelle
im Verdauungstrakt,
- unklare
Bauchschmerzen
- Abklärung hinsichtlich
entzündlicher Darmerkrankung (Morbus Crohn),
- wenn die
Magenspiegelung (Gastroskopie) und Darmspiegelung (Coloskopie) unauffällig
war,
- sowie eine Verengung
(Stenose) des Dünndarms nicht vorliegt

Ablauf
der Untersuchung
Vor
der Untersuchung findet in unserer Praxis ein ausführliches
Vorbereitungsgespräch statt. Neben den
Fragen der Indikation und der Vorbefunde (bitte vollständig mitbringen, soweit
vorhanden) werden die Kostenübernahme sowie die technische Durchführung
besprochen und vorbereitet.
Vorbereitung:
Am
Vorabend zur Untersuchung werden 2 Liter einer Mannitollösung getrunken, die
den Darm sauber spült. Dies fördert die Bildqualität erheblich.
Am
Untersuchungstag (Mo,Di und Do) wird die Videokapsel um 6.45 Uhr in der Praxis
eingenommen. Ein angehängter Recorder von der Größe eines "Walkmans"
zeichnet das Videosignal auf. Sie können
dann die Praxis verlassen. Um 12.30 stellen Sie sich erneut vor. Falls die
Videokapsel den Dickdarm erreicht hat (wird mit einem Spezialgerät geortet),
ist die Untersuchung beendet. Das Aufnahmegerät wird abgenommen und das Video
erstellt.
Die
Kapsel geht in den nächsten Tagen mit dem Stuhlgang ab und muß nicht geborgen
werden.
Der
Befund kann nach 2 Arbeitstagen besprochen werden.
Kostenübernahme
durch Krankenkassen?
Alle
privaten Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Kapselendoskopie, wenn die
Indikation stimmt. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen diese Kosten auch
bei guter Begründung der etablierten Untersuchung in der Regel (noch) nicht. In
diesem Fall bleibt nur Selbstzahlung (individuelle Gesundheitsleistung) oder
ausweichen auf andere Verfahren (Pushendoskopie, MRT Dünndarm, Enteroklysma
nach Sellink), die entweder deutlich belastender sind oder aber in der
Aussagekraft schlecht sind.
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